Frühlingsputz

Das Seil, dein bester Freund

Der Frühling kommt und der Schnee schmilzt, zumindest bei denen die Schnee hatten. Durch die ganze Erderwärmung bilde ich mir schon ein, dass es bei uns in der Gegend (die Steiermark in Österreich) immer weniger Schnee gibt. Aber, schon langsam kann man nun schon wieder die ersten Kletterer an sonnigen Tagen draußen sehen. Nach den Wintermonaten in der Kletterhalle wird es nun Zeit sich seiner Ausrüstung zu widmen und alles für die kommende Klettersaison vorzubereiten. Die Ausrüstung muss picobello in Ordnung, ansonsten getrübter Kletterspaß.

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Das Seil, unser ständiger Begleiter der uns bei Stürzen aus der Route auffängt, verdient besondere Aufmerksamkeit. Aus Kunststoff gefertigt und ummantelt, wird es regelmäßig über Stock und Stein geschliffen, in Schlamm gebadet und ist allen möglichen Witterungen ausgesetzt. Es ist definitiv das Ausrüstungsstück mit dem größten Verschleiss in der Sportkletterei und muss auch immer wieder durch Sichtproben geprüft werden. Hat sich der Mantel zu sehr gelöst, hat der Mantel erkennbare Risse oder andere Verletzungen, dann Austausch. Bei konstanter Kletterei, sollte das Seil aber schon 3 Jahre durchstehen. Ich persönlich, tausche mein Seil ca. alle 3 Jahre aus.

Seit meiner letzen Kletterei im Herbst sieht es leider etwas mitgenommen aus. Es hat vor dem Klettern damals zuvor etwas geregnet und der Zustieg war extrem gatschig (verschlammt), dementsprechend dreckig war dann auch der Standplatz und mein Seil nachher. Also kurzerhand zum Outdoorgeschäft meines Vertrauens um die Ecke geeilt und dort mit den Verkäufern geplaudert was es den so neues gibt. Nachdem wir uns eine Viertelstunde verplappert haben, habe ich mir auch noch ein paar Tipps abgeholt wie man den am besten sein Kletterseil reinigt. Sehr ans Herz haben Sie mir eine Seilbürste gelegt, und ich habe mir dann gleich auch noch ein Waschmittel von Beal mitgenommen. Normalerweise reicht auch ein PH-neutrales (also nicht aggressives) Waschmittel, aber ich wollte bei meinem Seil auf absolut sicher gehen und nicht experimentieren. Insgesamt habe ich für Bürste und Waschmittel um die 30€ bezahlt. Danach ging es ab in das Bad und zuerst einmal die Badewanne angefüllt, damit der Spass beginnen kann. Manche waschen Ihr Seil auch im Schonwaschgang in der Waschmaschine, aber ich bin ein Freund der Bürste. Die Bürste selbst macht ein sehr stabilen Eindruck und schaut auch so aus, als ob Sie ein paar Durchläufe standhält. Sie kann auch für die Vorreiningung benutzt werden um den gröbsten Dreck vom Seil zu bürsten. Nach einer Stunde und einer total dreckigen Badewanne ist die Gaudi (der Spass) vorbei und mein Seil schaut wieder aus wie neu. Zum Trocknen ist es noch wichtig zu beachten, das Seil nicht direkt in die Sonne zu legen auszubreiten.

Danach steht der nächsten Kletterei nichts mehr im Wege.

Die Seilbürste von Beal

Das Video von Beal